Blasorchesternoten Magazin - Blasorchester Salinia
Blasorchesternoten Frozen - Titelbild
Medley für Oberstufe

Frozen - Medley

Komposition: Kristen Anderson-Lopez
Arrangement: Kazuhiro Morita
Genre: Konzert & Stimmung
Verlag: De Haske (International) GmbH
Spiellänge: 08:10
Schwer

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Inhalt

Das Medley "Frozen" von Kazuhiro Morita beinhaltet folgende Stücke des Frozen I Films:

  1. Making Today A Perfect Day
  2. For The First Time in Forever
  3. Do You Want To Built A Snowman
  4. Let It Go

Informationen zu Frozen

Nach einer kurzen Einleitung mit 6 Takten Let It Go folgt bei dem Medley Frozen von Kazuhiro Morita der direkte Übergang zu dem Swing Stück "Making Today a Perfect Day". Der Song stammt nicht direkt aus dem Frozen I Film, sondern aus dem Kurzfilm Frozen Fever. Inhaltlich spiegelt er die Freude Elsas wider, ihrer Schwester Anna einen unvergesslichen Geburtstag zu bereiten - eben einen perfekten Tag. Diese positive Stimmung, die in Verbindung mit dem Geburtstag und dem perfekten Tag steht, spiegelt sich in der Melodie, die größtenteils im Swing notiert ist, sehr gut wider. Morita greift diese ausgelassene Stimmung direkt zu Beginn des Medleys auf und erhält dadurch direkt die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Die Hauptmelodieträger sind an dieser Stelle tatsächlich die Posaunen. Was in der Tat ganz interessant ist, denn bei einer sehr positiven Melodie denkt man, oder in dem Fall ich, zuerst an etwas höhere Instrumente, eine Mischung aus Trompeten und Saxophonen vielleicht. In diesem Fall ist es aber so, dass die Melodie, gerade durch die Spielweise im Swing hervorragend in die Posaunen passt, denn es gibt wenig Instrumente, die im Swing so gut und ein bisschen "rotzig" spielen können, wie die Posaunen. Zum späteren Teil wechselt die Melodie oft, so dass die Trompeten und auch das Holz mal die Melodie zu spielen haben. 

Gefolgt wird der Song von "For The First Time in Forever", einem Song mit großer Bedeutung für Elsa und den gesamten Verlauf des Films. Denn er erklingt in der Szene, wo sich Arendelle auf Elsas Krönung vorbereitet und Anna sehr aufgeregt und voller Vorfreude ist, da sie Elsa seit langem Wiedersehen wird. Zunächst singt Anna das Lied auch alleine, im Film geht sie durch das Schloss und bereitet noch die letzten Kleinigkeiten für die Feierlichkeiten vor. Elsa hingegen hat große Ängste vor der Krönung, denn es wird der erste Moment seit langem sein, in dem sie ihre - bis dato noch geheimen Kräfte - vor der Öffentlichkeit kontrollieren muss. Neben der Angst, die Kräfte in der Öffentlichkeit kontrollieren zu müssen, schürt sie zudem die Angst, ihre Schwester Anna mit ihren Kräften verletzen zu können. Man kann also sagen, dass das Lied und die damit verbundene Szene im Film einen großen emotionalen Konflikt der beiden Schwestern darstellen, auf der einen Seite steht die Vorfreude Annas, ihre Schwester und die Bewohner von Arendelle endlich wieder zu sehen, wobei Elsa mit großen Ängsten zu kämpfen hat. Kazuhiro Morita vertont diese doch recht aufbrausende Melodielinie mithilfe der Klarinetten, die hier in einem groß besetzen Register am besten zur Geltung kommen. An den Stellen, in der das Lied eher zu einer Ballade wird, übernimmt dann das Hochblech die Melodielinien, so dass hier auch ein Gegensatz in der Instrumentierung hörbar wird. Alles in allem ist der Teil des Medleys von zahlreichen kurzen, aber sehr anspruchsvollen Läufen in den Holzregistern geprägt und wird zudem von diesen geleitet. 

Nach den zwei weniger bekannten Songs folgt mit einer der bekanntesten, und zwar "Do You Want to Built a Snowman". Wenn ein Lied aus dem Film für die örtliche Trennung von Anna und Elsa steht, dann wohl dieser. Er beginnt, als Anna als kleines Mädchen zu Elsa geht. Elsa ist zu dem Zeitpunkt bereits in ihrem Zimmer eingeschlossen, da sie ihre Kräfte entdeckt hat und diese aber noch nicht kontrollieren kann. Anna fragt Elsa durch die Tür "Willst Du einen Schneemann bauen?" und symbolisiert damit die Sehnsucht zu ihrer Schwester und dem Kummer, der diese Trennung für sie mit sich bringt. Elsa reagiert jedoch nicht auf diese Frage. Die Szene wiederholt sich im Verlauf des Films ein paar Mal, allerdings immer in unterschiedlichen Altersstufen der beiden Schwestern. Emotional und für den Verlauf des Films ist dieser Song einer der wichtigsten, da er die Beziehung und damit einhergehend die räumliche Trennung in Verbindung mit Sehnsucht und Kummer der beiden Schwestern thematisiert und zum Ausdruck bringt. Morita vertont diesen Teil ähnlich wie "For The First Time in Forever" - wieder mit zahlreichen Läufen im Hintergrund, die die Dramatik noch einmal mehr unterstreichen. Die Melodielinien wechseln hier auch zwischen den Registern, mal liegt sie im Hochblech, dann wieder in den Klarinetten und dann ganz ruhig in der Oboe oder / und den Querflöten. 

Den Abschluss des Medleys bildet kein anderer Song als "Let It Go", der bekannteste Song des Liedes. Er symbolisiert die Befreiung von Elsa. Im Film hat sich Elsa an dieser Stelle in den Wald zurückgezogen, in ihr eigen geschaffenes Eisschloss und lernt ihre Kräfte auszuleben und vor allem zu kontrollieren und von nun an kontrolliert einzusetzen. Etwas weitergedacht soll der Song dazu anregen, sich selbst zu akzeptieren und Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen zurückzulassen, damit man damit beginnen kann, sein Leben frei und authentisch zu leben, so, wie es für einen richtig ist. Ähnlich wie im Film greift Morita die zuerst verhaltene Stimmung des Liedes auf und hat die Melodie zuerst in die Klarinetten geschrieben. Die Klarinettenstimmen sind an dieser Stelle unisono notiert und spielen recht tief, was die Spannung innerhalb des Liedes noch etwas hält, bevor es dann, nur ein paar Takte später zur Erlösung der Situation kommt. Zuerst übernimmt das Tiefblech die Melodie, und dann nach dem Einsetzen des Schlagzeugs und einem Aufwärtslauf im Holz setzen die sehr hoch notierten Trompeten ein und bringen schlussendlich die "Erlösung" Elsas mit sich. Das Grandioso ist dann von vielen, vielen Kleinigkeiten geprägt, hohen Trompeten, virtuosen Läufen und fundamentalen Akkorden. 

Alles in allem ist das Arrangement von Kazuhiro Morita wirklich sehr gelungen. Es spiegelt die doch sehr unterschiedlichen Stimmungen der vier thematisierten Songs sehr gut wider, von Vorfreude, bis Trauer sind hier zahlreiche Emotionslagen von Anna und Elsa dabei, die sich ebenso gut in den Instrumenten und der Instrumentierung Moritas wiederfinden. Einzig das doch recht abrupte Ende stört uns ein wenig, aber dies ist ganz klar Geschmackssache und naja, wenn (gefühlte) 400 Takte davor super sind, kann es ja durchaus passieren, dass einem ein zwei Stellen mal nicht zu 100% gefallen. Von daher ist das komplett unaussagekräftig und wir empfehlen dieses Medley jedem Oberstufen Orchester, das auf der Suche nach einem Frozen Medley ist, weiter!

 

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