Blasorchesternoten Magazin - Blasorchester Salinia
Informationen zu Rolf Schneebiegl Portrait

Rolf Schneebiegl

Rolf Schneebiegl wurde am Sonntag, 8. Juni 1924 in Rodisfort (CZ) geboren. Er starb am Dienstag, 10. August 2004 in Bühl.

Kurzlebenslauf

  • 1943 - Verwundung im Zweiten Weltkrieg
  • 1948 - Gründung Enzian-Sextett
  • 1952 - Trompeter bei Kurt Edelhagen
  • 1968 - 1995 - Leiter der Kapelle Freistett
  • 1978 - Einberufung einiger Musiker durch Ernst Mosch
  • 1970 - 1982 - Große Aktivitäten rund um die Original Schwarzwaldmusikanten
  • 1982 - Keine Auftritte mehr

Weitere Informationen zu Rolf Schneebiegl

Rolf Schneebiegl, bürgerlich Roland Richard Gottfried Leo Schneebiegl, wurde als Sohn eines bayrischen Vaters und einer böhmischen Mutter in Rodisfort geboren. Bereits mit 10 Jahren besuchte er eine Musikschule, bei der er Waldhorn, Klavier und Violine lernte und zusätzlich Unterricht in Harmonielehre erhielt. 

Bereits mit 17 Jahren war er Hornist des städtischen Orchesters Brüx. Während des Zweiten Weltkrieges 1943 und einer Schlacht in Russland wurde er verwundet. sodass er fortan nicht mehr als Krieger an die Front musste. Stattdessen spielte er Klavier, Akkordeon und Kontrabass in den Offizierskasinos. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er nach Bayern.

1948 gründete er gemeinsam mit Max Greger das Enzian-Sextett in München und trat 1952 als Trompeter in das Orchester von Kurt Edelhagen ein. Dieses Orchester war seinerzeit die BigBand des Südwestfunks. Aufgrund seiner Qualitäten gehörte Schneebiegl zu den Edelhagen All Stars, die außerhalb des Rundfunkorchesters volkstümliche Weisen bei Festen spielten. Es kam die erste Idee auf, aus diesen All Stars ein Orchester zu gründen - die Geburtsstunde der "Original Schwarzwaldmusikanten!

Des Weiteren leitete er die Stadtkapelle Freistett von 1968 bis 1995.

Die Original Schwarzwaldmusikanten nahmen circa 20 LP's auf und gewannen mit ihrer musikalischen Leistung viele Preise. Der Klang der Musikanten galt in den 70er Jahren ebenbürtig denen um Ernst Mosch herum. 
Die Vielfältigkeit der Titelauswahl zeichnete die Schwarzwaldmusikanten aus und war gegenüber anderen Blasorchestern wesentlich höher. Die Musikanten waren die Vorreiter mit konzertanten Stücken und somit die ersten, die nicht NUR ausschließlich Märsche, Polkas und Walzer vortrugen.
Ernst Mosch berief 1978 einige seiner Musiker ein und konnte Schneebiegel selbst für sich als Arrangeur gewinnen. Schon zuvor hatten einige Musiker in beiden Ensembles aktiv mitgewirkt.
Die LP "Volkstümliche Solistenparade" gilt als der Höhepunkt der Schwarzwaldmusikanten und umfasst überwiegend Solowerke für Blasinstrumente mit Orchester. Bis 1982 war das Ensemble in mehreren Fernsehsendungen zu sehen. Ab 1982 erfolgten jedoch praktisch keinerlei Auftritte mehr. 

Die Original Schwarzwaldmusikanten prägten das Leben Schneebiegls sehr. 

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