
Komposition: Alfred Bösendorfer
Arrangement: , Original
Genre: Weihnachtslieder
Verlag: Musikverlag RUNDEL GmbH
Spiellänge: 03:30
Mittelschwer
Warst Du schon mal auf einer Schlittenfahrt in den Alpfen? Nein? Wir auch nicht!
Aber wir haben da etwas gefunden, dass uns das Gefühl dieser Schlittenfahrt sehr gut vermittelt. Und zwar das Konuzertwerk "Schlittenfahrt in den Alpen" komponiert von Alfred Bösendorfer für sinfonische Blasorchester. In einem brisantem Tempo von 92 pro Halbe Note, also 184 pro Viertel Note, startet die Schlittenfahrt mit einer schelmhaften Einleitung des Holzresgisters, langen Tönen der Blechbläser und dann der ersten Melodie in den Saxophonen und den Trompeten. Schnell wird klar, die Landschaft der Schlittenfahrt ist wunderschön malerisch und dargestellt in den langen Tönen des Tiefblechs, die der Umrahmung der Landschaft und schlussendlich auch der Schneelandschaft dienen. Die Melodien sind eher zügig und mit vielen Punktierungen verziert, so dass hier das Tempo des Schlittens sehr deutlich wiedergespiegelt wird. Achtel- oder Sechzehntelnoten sind, wenn sie angestoßen sind, natürlich auch im Staccato angestoßen, um hier bloß kein Tempo des Schlittens zu verlieren.
Also noch einmal zusammengefasst. In diesem Werk sind zwei Parteien in einem verbunden. Zum einen malerische Landschaften in den Alpen aber zum anderen zügig und freche Melodien, die die Brisanz der Schlittentour wiederspiegeln. Bei einer solchen Schlittenfahrt darf eines natürlich nicht fehlen, die Schlittenglocken. Also liebe Schlagzeuger, schön aufmerksam sein und den Schlitten nicht auf eine falsche Fährte weisen. Allgemein ein wirklich sehr gelungenes Werk, das ein Advents- oder Kirchenkonzert super gut etwas "auflockern" kann und Raum für ein wenig Schabernack gibt.
Wer also, wie wir, noch nie auf einer Schlittenfahrt in den Alpen war, lernt die lustige Fahrt durch den Schnee mit diesem Werk kennen, ohne einmal dort gewesen zu sein.
Im Punkto Spielbarkeit gibt es hier ein paar kleine Herausforderungen zu bewältigen. Die Einleitung des Holzes ist nicht ganz ohne, aber hat man den Dreh erst einmal heraus, sollte das eigentlich laufen. Die Ausdauer und das Tempo kommen hier von ganz alleine. Im Allgemeinen ist das Grundtempo des Werkes relativ hoch, logisch, ist ja auch eine Schlittenfahrt. Aber hier gilt es sehr akribisch und genau zu arbeiten. Sinnvoll ist es sicher, mit dem Werk erstmal in einem gemütlichem Grundtempo zu starten und alle Melodien in diesem Tempo zu verinnerlichen. Gerade durch die Punktierungen sind die Rhythmen nicht immer eindeutig erkennbar und brachen ggf. die ein oder andere Wiederholung mehr, bis sie dann auch wirklich sitzen. Wichtig ist, bereits im langsamen Tempo akribisch darauf zu achten, dass die gestoßenen Noten auch wirklich im Staccato gestoßen und somit nicht zu lang gespielt werden. Werden sie hier bereits zu lang gespielt, wird das Werk im schnellen Tempo eine einzige Suppe. Also lieber gleich kurz spielen und dann im schnellen Tempo bei den kurzen Noten bleiben. Macht den Musikern mehr Spaß und bringt keinen Stress mit dem Dirigenten ;-).
Vom Tonumfang her liegt das Werk gut in allen gängigen Tonumfängen, klar, hier und da sind mal vereinzelt etwas höhere Töne, aber alles gut machbar.
Zu diesem Werk wurde leider kein Liedtext veröffentlicht.


Alfred Bösendorfer ist ein Pseudonym von Kees Vlak. Er komponierte bestimmte Werke unter Pseudonymen, dies richtete sich nach den verschiedenen Genres.
