Blasorchesternoten Magazin - Blasorchester Salinia
Informationen zum Instrument

Die Querflöte

   

Montag, 5. Dezember 2022
Letzte Änderung: 14. Januar 2023

Die Querflöte gehört zu der Gruppe der Holzblasinstrumente und hat, im Unterschied zu der Blockflöte, das Anblasloch seitlich positioniert. Als Blasinstrument ist die Querflöte sowohl im Solo- als auch im Orchesterbereich von großer Bedeutung und wird dort vielseitig eingesetzt. 

Aufbau der Querflöte

Neben der normalen Querflöte, auch moderne Böhmflöte genannt, gibt es noch weitere Querflötenarten, die in manchen Teilen von dem Aufbau der normalen Querflöte abweichen. Der hier betrachtete Aufbau ist der, der modernen Böhmflöte. 

Die normale Querflöte besteht grundsätzlich gesehen aus drei verschiedenen Teilen: dem Kopfstück, dem Mittelstück und dem Fußstück. 

Das Kopfstück

Das Kopfstück der Querflöte ist üblicherweise gerade. Es gibt jedoch auch Kopfstücke, die gebogen sind und sich speziell für die Ausbildung junger Musiker eignen. Gerade bei sehr kleinen Kindern ist es hilfreich, wenn das gebogene Kopfstück verwendet wird. Wird sofort das gerade Mundstück eingesetzt, so kann es sein, dass von vornherein eine falsche Haltung des Instrumentes geübt und über viele Jahre mitgetragen wird und früher oder später zu Problemen in der Klangentwicklung führt. Das gebogene Mundstück ändert sowohl klanglich als auch intonatorisch nichts an der Stimmung des Instrumentes.

Als wichtiges Teil des Instrumentes befindet sich am Kopfstück das Anblasloch der Flöte mit der gewölbten Mundlochplatte. Das Anblasloch ist für die Tonerzeugung bei der Querflöte von großer Bedeutung. 

Auf dem Bild sind die beiden verschiedenen Kopfstücke gut zu erkennen.  Auch die Wölbung der Mundlochplatte ist sehr gut zu sehen. Das richtige Ansetzen an der Platte ist am Anfang etwas schwierig, entwickelt sich dann aber relativ schnell zu einer Routine, die man im Schlaf beherrscht. Wie in so vielen Situationen im Leben heißt es auch hier, Übung macht den Meister, aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

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Das Mittelstück

Das Mittelstück besitzt üblicherweise 13 Tonlöcher, die für die Erzeugung unterschiedlicher Töne zuständig sind. Die Tonlöcher sind mit einem Kamin versehen, der an dem runden Rohr einen geraden Abschluss bildet, wodurch die Klappen leicht verschlossen werden können. Es gibt zwei verschiedene Klappen-Arten, die an dem Mittelstück verbaut werden. Zum einen gibt es die geschlossenen Klappen, hier liegt der Finger auf einer Platte auf, die mit Hilfe eines Polsters ein Tonloch schließt. Dem gegenüber stehen die offenen Klappen, die auch Ringklappen genannt werden. Diese Mechanik ähnelt der der Klarinette. Um die Tonlöcher sind Ringe befestigt, die man mit dem Finger herunterdrückt. Im gleichen Zug schließt man mit der Fingerspitze die Tonlöcher, und die Tonhöhe der Querflöte verändert sich. 

Das Fußstück

Alle guten Dinge sind drei heißt es beim Aufbau der Querflöte und somit komplettiert das Fußstück das Instrument. Bei dem Fußstück unterscheidet man zwischen dem C-Fuß und dem H-Fuß. Die Erklärung ist ganz einfach, der C-Fuß hat als tiefsten Ton das c', mit dem H-Fuß hingegen kann man einen Ton tiefer, bis zum h, spielen. Der H-Fuß ist somit um eine Klappe länger als der C-Fuß.

Pflege der Querflöte

Wie alle Holzblasinstrumente, sollte auch die Querflöte nach jedem Spielen mit einem Wischer von innen gereinigt werden, damit jegliche Feuchtigkeit aus dem Instrument entfernt wird. Nach der Pflege von Innen sollten auch die Klappen mit einem Mikrofaser- oder Silberputztuch poliert werden. Dies beugt ein Anlaufen der Versilberung vor. 

Ein komplettes Putzset für die Querflöte erhält man beispielsweise beim Musikhaus Thomann. Es beinhaltet einen Wischer für den Innenraum des Instrumentes, ein Mikrofasertuch für die Klappen und einen Fettstift, mit dem man die Stellen fetten kann, an denen die Querflöte zusammengesteckt wird. Bei Amazon gibt es auch verschiedene Reinigungssets, diese sind jedoch etwas teurer als die bei Thomann.

Die Polster der Querflöte sind aus einem elastischen Material hergestellt, so dass ein luftdichtes Verschließen der Tonlöcher gewährleistet ist. Solle eine Klappe mal kleben oder ein komisches "Schmatz-Geräusch" beim Spielen zu hören sein, kann man ein Blatt Zigaretten-Papier nehmen, zwischen das Polster und das Tonloch legen, die Klappe schließen und das Papier vorsichtig herausziehen. Sollte das Geräusch nicht sofort weg sein, kann der Vorgang auch mehrere Male wiederholt werden. Nach einer gewissen Zeit nutzen sich die Polster ab und müssen ausgetauscht werden. Diesen Austausch sollte man lieber von einem Instrumentenbauer durchführen lassen, da hier durch mangelndes Wissen schnell zahlreiche Fehler passieren können. 

Anfängerinstrumente

Es gibt einige Querflöten, die sich besonders gut für den Einstieg ins Muszieren eignen und preislich auch total in Ordnung sind. Natürlich sind diese Instrumente dann keine Profiinstrumente, da muss man dann doch etwas tiefer in dei Tasche greifen, aber das wird ja für den Einstieg ins Querflöte Spielen auch nicht erwartet. Sollte das "Anfängerinstrument" irgendwann nicht mehr ausreichen, kann man immer noch auf ein teureres Instrument zurückgreifen. Thomann beispielsweise hat eine Querflöte im Sortiment, bei der sowohl ein gerades als auch ein gebogenes Kopfstück enthalten ist. Allerdings sollte man die Instrumente auch nicht zu günstig einkaufen, da dann nicht immer gegeben ist, dass das Instrument auch einwandfrei funktioniert. Folgende Instrumente im unteren Preisbereich empfehlen wir:

Die Piccoloflöte

Neben der Standard Querflöte gibt es auch noch die Piccoloflöte. Diese ist deutlich kleiner als die normale Querflöte und klingt dadurch auch um einiges höher. Durch die geringere Länge der Piccoloflöte besteht diese auch nur aus einem Kopfstück und einem Mittelstück. Das Mittelstück wird im Fall der Piccoloflöte auch Korpus genannt, denn bei zwei Teilen kann es schlecht ein Mittelstück geben. Außerdem besteht die Piccolo, im Gegensazu zur normalen Querflöte, oftmals aus Grenadillholz statt Metall. Es gibt auch vereinzelte Piccoloflöten, die aus Metall sind, allerdings ist die Holzflöte in diesem Fall die gängigere. 

Als Instrument wird sie eher seltener als Soloinstrument und stattdessen eher als Instrument im Blasorchester eingesetzt. Tatsächlich findet sie eher seltenere Anwendung und ist klanglich meist sehr präsent. Damit sich die Piccolo gut in das Orchester einfügt, muss der Spieler erfahren sein und sein Instrument gut beherrschen.

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Wer eine gute Piccoloflöte für Anfänger haben möchte, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Die erste Piccolo, die von der Qualität her in Ordnung ist, ist die von Yamaha, diese kostet allerdings auch schon stolze 729€ und besteht zur Hälfte aus Metall und zur anderen Hälfte aus Holz. 

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